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Gesundheitsgefahren im Winter erkennen und vermeiden

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Gesundheitsgefahren im Winter erkennen und vermeiden

Im Winter fühlen sich viele Menschen schlecht. Müdigkeit, Abgeschlagenheit und ein Stimmungstief sind dabei ebenso wenig eine Seltenheit wie Erkältungen oder Grippesymptome. Auch chronische Krankheiten verschlimmern sich häufig im Winter. Auch Umweltbelastungen wie die Kälte an sich beziehungsweise ein schlechtes Raumklima wirken sich negativ auf das Wohlbefinden aus. Es gilt daher, solche Gesundheitsgefahren im Winter zu kennen und präventiv zu handeln.

Im Winter füllen sich Wartezimmer und Krankenakten

Wenn es draußen kalt und grau ist, klagen viele Menschen über ein verringertes Wohlbefinden. Die Dunkelheit drückt auf ihre Stimmung, sie fühlen sich müde oder leiden unter unspezifischen Beschwerden wie dumpfen Kopfschmerzen, einer leichten Übelkeit, einem niedrigen Blutdruck mit Schwindelgefühlen oder vermehrten Ängsten. Die Liste ist lang und jeder Mensch ist individuell, wenn es um die Frage geht, ob und inwiefern er sich je nach Jahreszeit besser beziehungsweise schlechter fühlt.

Fakt ist aber: Der Winter ist eine Herausforderung für die physische sowie psychische Gesundheit. Bei einigen Betroffenen münden diese Beschwerden in einer handfesten Winterdepression oder in Infektionen wie einer Grippe, einer Erkältung oder Folgeerkrankungen wie einer Mittelohrentzündung. Wer zudem unter einer chronischen Krankheit leidet, erfährt in der Winterzeit häufig eine Verschlimmerung. Doch dazu später mehr im Detail.

Zuletzt können sich auch Symptome bemerkbar machen, die zwar nicht gesundheitlich bedenklich sind, durchaus aber zur Belastung werden können: Schuppenflechte, rissige Haut an den Fingern oder juckende Augen aufgrund der trockenen Heizungsluft sind dafür nur einige Beispiele.

Ursachen für das verringerte Wohlbefinden in der kalten Jahreszeit

Damit ist bereits ein wichtiges Stichwort gefallen: Die trockene Heizungsluft sowie der mangelnde Sauerstoff beeinflussen im Winter das Raumklima negativ. Und gerade dann halten wir uns überwiegend drinnen auf. Diese Umstände wirken sich oft nachteilig auf das eigene Wohlbefinden aus.

Die Haut, Augen und Atemwege fühlen sich zunehmend trocken an. Beschwerden wie Schuppenflechte (Psoriasis) können sich verschlimmern, was auch am Wechsel zwischen der kalten Außen- und der warmen Innenluft liegt. Für die Haut sowie die Atemwege bedeutet das eine ordentliche Portion Stress.

Weiterhin fehlt es dem Körper an Sonnenlicht. Einerseits wird somit weniger Vitamin D produziert. Andererseits wirkt das UV-Licht entzündungshemmend, welches jedoch im Winter nur in geringen Mengen absorbiert werden kann.

Allergiker müssen auf ein gesundes Raumklima achten

Auf ein gesundes Raumklima zu achten, hilft auch Allergikern. Vor allem Menschen mit Allergien gegen Hausstaub beziehungsweise Hausstaubmilben macht das trockene Raumklima durch die geheizte Luft im Winter zusätzlich zu schaffen. Wer jedoch aus diesem Grund nur minimal heizt – und auch noch falsch lüftet – riskiert eine Schimmelbildung. Diese Schimmelsporen können wiederum allergische Reaktionen auslösen und stellen auf Dauer ein enormes Gesundheitsrisiko dar.

Wer damit Probleme hat, sollte sich Gedanken über eine Umstellung seiner Heizung auf ein für Allergiker geeignetes System machen. Vor allem übermäßige Luftzirkulation sollte vermieden werden, damit sowenig Staub wie möglich aufgewirbelt wird. Zudem ist frischer Sauerstoff – etwa durch regelmäßiges und richtiges Lüften – wichtig für die Konzentration, Energie sowie Stimmung, um beispielsweise eine Winterdepression zu vermeiden.

UV-Therapie hilft bei Schuppenflechte im Winter

Wer unter Schuppenflechte leidet und im Winter eine starke Verschlimmerung erfährt, kann mit einer speziellen UV-Therapie nachhelfen. Neben dem künstlichen UV-Licht verschafft auch natürliches Sonnenlicht Linderung. Wer kann, sollte zeitweise dem Winter entfliehen und Urlaub in einem sonnigen Land machen. Zudem muss auf ein gesundes Raumklima geachtet werden. Dafür bedarf es der richtigen Balance zwischen ausreichendem Heizen und regelmäßigem Lüften.

Licht ist auch bei Winterdepressionen ein wirksames Heilmittel

Die Winterdepression gehört in ihren verschiedenen Ausprägungen zu einem der häufigsten Leiden in der kalten Jahreszeit. Spätestens, wenn also das Stimmungstief über einen längeren Zeitraum andauert oder sehr extreme Formen annimmt, ist eine Winterdepression dringend behandlungsbedürftig.

Hierfür kommt eine andere Art von Licht als bei der Schuppenflechte therapeutisch zum Einsatz, und zwar eine sogenannte Tageslichtlampe. Dabei handelt es sich um eine sehr helle Leuchte mit 2.500 bis 10.000 Lux. Neben einer speziellen Lichttherapie, die in der Regel schnelle sowie gute Erfolge verspricht, kommen unter Umständen auch Stimmungsaufheller, Angstlöser oder andere im Einzelfall sinnvolle Medikamente zum Einsatz.

Bei leichteren Formen einer depressiven Verstimmung kann es bereits ausreichen, regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft zu machen – bestenfalls im Sonnenlicht, um den Vitamin-D-Speicher aufzutanken.

Vitamin-D-Mangel erkennen und behandeln

Das fehlende Licht spielt im Winter also in vielerlei Hinsicht eine Rolle, wenn es um ein verringertes Wohlbefinden geht. Dazu gehört auch das Vitamin D. Dieses lässt sich nämlich nur zu 20 Prozent über die Nahrung aufnehmen. Der Rest muss vom Körper gebildet werden, wofür er jedoch UV-Licht benötigt.

Wenn es im Winter also an Sonne fehlt, muss das Vitamin D bei Mangelerscheinungen entweder zusätzlich eingenommen werden oder es empfiehlt sich ein Aufenthalt im natürlichen beziehungsweise künstlichen UV-Licht. Wer nicht die Zeit oder das Geld für einen Strandurlaub hat, kann sich beim Arzt über eine künstliche Lichttherapie informieren. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, das eigene Wohlbefinden im Winter zu beobachten und bei negativen Veränderungen einen Arzt zu konsultieren. Über eine Blutabnahme kann er einen eventuellen Vitamin-D-Mangel feststellen und eine individuelle Therapie entwickeln.

 

Psychische Leiden verstärken sich im Winter oft

Leider gibt es auch gesundheitliche Probleme, die im Winter vermehrt oder verstärkt auftreten, welche sich aber nicht so einfach behandeln lassen. Während es sich bei der Winterdepression um eine phasenweise psychische Erkrankung handelt, die nach einigen Wochen oder spätestens mit Eintreten der wärmeren Jahreszeit in der Regel wieder vorübergeht, treten im Winter vermehrt auch andere psychische Leiden auf.

Die Kälte sowie der Lichtmangel sind dann zwar oft nicht die Ursache, doch verstärken sie die Symptome der Betroffenen. Wer also unter einer Depression, einer Angststörung wie Panikattacken oder anderen psychischen Erkrankung leidet, muss im Winter unter Umständen mit einer Verschlimmerung der Symptome rechnen. 

Winterzeit ist Grippe- und Erkältungszeit

Das fehlende Sonnenlicht, die Kälte, das schlechte Raumklima – all diese und noch weitere Faktoren können in den kalten Monaten dazu führen, dass das Immunsystem geschwächt wird. Zudem bewegen sich viele Menschen im Winter weniger und essen ungesünder, vor allem zur Weihnachtszeit. Dementsprechend ist das Immunsystem auch anfälliger für Infektionskrankheiten wie die Grippe, welche quasi jedes Jahr von etwa November bis März die Runde macht.

Je mehr Menschen sich damit anstecken, umso schneller breiten sich die Erreger aus. Dies erklärt, weshalb manche Krankheiten beinahe epidemische Ausmaße annehmen. Da die Influenza-Viren aber jedes Jahr Bestandteile ihrer Hülle ändern, sind die bereits entwickelten Antikörper nicht mehr wirksam – und ebenso wenig die Grippeimpfung. Dementsprechend können sich Menschen jährlich mit der Grippe infizieren.

Wer sich davor schützen möchte, sollte sich im frühen Herbst impfen lassen. Ob und für wen das sinnvoll ist, bedeutet jedoch stets eine Einzelfallentscheidung, bei welcher die Meinungen stark auseinandergehen. Einigkeit herrscht nur darüber, dass sich zumindest Risikogruppen impfen lassen sollten, wie

  • Senioren ab 60 Jahren,
  • Schwangere,
  • Menschen mit chronischer Erkrankung,
  • Personen mit geschwächtem Immunsystem sowie
  • Menschen mit viel „Publikumsverkehr“, allen voran im Tätigkeitsbereich Medizin wie beispielsweise Krankenpfleger*innen oder auch in der Kinderbetreuung.

Nicht geimpft werden kann leider gegen Erkältungen beziehungsweise grippale Infekte in ihren verschiedenen Formen. Viele der Viren sowie Bakterien muss das Immunsystem selbst in den Griff bekommen. Dieses also schon frühzeitig sowie dauerhaft gezielt zu stärken, kann auch – aber längst nicht nur – im Winter so einige Gesundheitsgefahren abwenden.

Immunsystem stärken im Winter – aber wie?

Ein wichtiger Faktor, um physisch sowie psychisch möglichst gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen, ist ein starkes Immunsystem. In vielen Fällen ist dies aber durch Alltagseinflüsse bereits geschwächt, allen voran

  • Stress,
  • eine ungesunde Ernährung,
  • eine inaktive Lebensweise,
  • Schlafmangel,
  • zu wenig Frischluft- beziehungsweise Sauerstoffzufuhr,
  • Genussgifte wie Alkohol und Nikotin,
  • ein zu intensives Training
  • oder Umweltbelastungen wie Feinstaub.

Kommen nun im Winter auch noch der Lichtmangel, das ungesunde Raumklima und die Kälte hinzu, lässt der erste Schnupfen meist nicht mehr lange auf sich warten. Die verschiedenen Symptome können sich zudem gegenseitig in einer Art Teufelskreis verstärken. Wer sich beispielsweise müde, schlapp oder krank fühlt, ist oftmals auch negativer gestimmt und somit anfälliger für eine Winterdepression – um nur ein mögliches Beispiel von vielen zu nennen.

Das Immunsystem gezielt zu stärken, und zwar das gesamte Jahr über, kann also nicht nur im Winter so manche Krankheit präventiv abfangen oder zumindest die Heilung beschleunigen und die Symptome lindern. Hierfür sind folgende Aspekte wichtig:

  • Eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, aber weitestgehend auf Zucker, verarbeitete Lebensmittel sowie Weißmehl verzichtet.
  • Ausreichend Bewegung in verschiedener Form, beispielsweise Ausdauer- und Krafttraining im Wechsel, verbessert das allgemeine Wohlbefinden, regt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Zu viel Sport kann hingegen schwächend wirken. Es ist daher wichtig, nicht über die eigenen Leistungsgrenzen hinaus zu gehen und dem Körper ausreichend Ruhephasen zu gönnen.
  • Ruhe ist auch im Sinne von Entspannung und Schlaf wichtig. Ein effizienter Stressabbau stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern verbessert auch den Gemütszustand. Zudem benötigt der Körper genügend Schlaf, um sich gegen Krankheitserreger & Co wehren zu können.
  • Regelmäßige Saunagänge können das Immunsystem ebenfalls stärken. Allerdings ist hier für Personen mit Vorerkrankungen am Herz-Kreislauf-System unbedingt Vorsicht geboten. Wer saunieren möchte, sollte dies deshalb vorab mit dem Arzt besprechen.
  • Ein gesundes Raumklima kann im Winter Krankheiten abwenden und vor allem das Wohlbefinden verbessern – nicht nur für Personen, die unter Allergien, Atemwegserkrankungen oder Hautproblemen leiden. Es steigert zudem die Konzentration, verringert Müdigkeit und schont die ohnehin gereizten Schleimhäute.
  • Das Licht spielt für die psychische sowie physische Gesundheit mit die größte Rolle. In einem besonders dunklen Winter ohne viele Sonnentage lohnt sich daher der Urlaub im Warmen oder zumindest eine Lichttherapie mit künstlichem UV-Licht. Und wenn doch einmal die Sonne scheint, lautet die Devise: So viel wie möglich nach draußen gehen, damit der Körper Vitamin D produzieren kann.
  • Unter Umständen sollte nach Absprache mit dem Hausarzt zusätzlich Vitamin D eingenommen werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen oder diese präventiv zu verhindern.
  • Zuletzt können Impfungen wie jene gegen den Influenza-Virus vor schwerwiegenderen Erkrankungen schützen. Auch hierfür sollte mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden.

Ein Blick auf chronische Erkrankungen in der Wintersaison

Diese Maßnahmen können gegen akute Erkrankungen sehr wirksam sein und helfen zudem dabei, chronische Leiden zu lindern. Denn auch diese verschlimmern sich häufig in der kalten Jahreszeit, was mit verschiedenen Faktoren zusammenhängt. Es lohnt sich daher ein Blick auf die häufigsten chronischen Erkrankungen und darauf, was Betroffenen in der Wintersaison helfen kann:

Rheuma verschlimmert sich häufig bei Kälte

Bei Rheuma-Patienten wird simultan zu den kälteren Temperaturen oft eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes beobachtet. Unterschieden wird zwar zwischen zwei verschiedenen Arten von Rheuma, diese Beobachtung trifft aber auf beide zu:

Verschlissene Gelenke im Sinne einer Arthrose erzeugen im Winter meist stärkere Bewegungsschmerzen, weil Kälte die Gelenkflüssigkeit nachteilig beeinflusst. Es fehlt also am lindernden „Schmiermittel“ im Gelenk. Weshalb sich auch das entzündliche Rheuma im Winter häufig verschlechtert, obwohl es gang und gäbe ist, dieses mit Kälte zu behandeln, ist bislang nicht geklärt. Dennoch fühlen sich die Patienten in der kalten Jahreszeit häufig schlechter.

Dies könnte einerseits mit der psychischen Verfassung, sprich einer schlechteren Grundstimmung, zusammenhängen. Andererseits wurde beobachtet, dass die Einnahme der Vitamine C und E die Schmerzen lindern kann. Unter Umständen liegt hier im Winter also eher ein Mangel vor.

Neben der Einnahme von Vitaminen können Betroffene zudem durch moderate Bewegung wie Wassergymnastik oder eine Wärmebehandlung Linderung erfahren. Solche Maßnahmen sollten jedoch stets vorab mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Bluthochdruck führt im Winter vermehrt zu Todesfällen

Auch bei Patienten mit Bluthochdruck ist im Winter häufig eine Verschlechterung der Werte zu beobachten. Denn Folgeerkrankungen wie beispielsweise ein Herzinfarkt oder Schlaganfall, welche mitunter tödlich enden können, treten in der Winterzeit um rund 20 bis 50 Prozent häufiger auf. Demnach weist der Blutdruck saisonale Schwankungen auf, welche zumindest teilweise auf die verschiedenen Jahreszeiten zurückzuführen sind.

Die Ursachen dafür sind noch nicht abschließend geklärt. Ein Zusammenhang besteht vermutlich zwischen dem steigenden Blutdruck im Winter und den sinkenden Stickstoffmonoxidwerten, wodurch sich die Gefäße verengen. Das regelmäßige Messen des Blutdrucks ist deshalb vor allem im Winter besonders wichtig. Patienten werden noch einmal angewiesen, die Zielwerte unbedingt einzuhalten, bei deren Überschreitung frühzeitig einen Arzt aufzusuchen und sich auch in der Weihnachtszeit zuckerarm zu ernähren.

Geschwächtes Immunsystem wird für Krebspatienten zum Risiko

Krebspatienten gehören nicht nur im Winter, aufgrund ihres geschwächten Immunsystems, zu den Risikogruppen. Während der laufenden Behandlung wird deshalb empfohlen, dass Krebspatienten im sozialen Leben höchste Vorsicht walten lassen. Denn eine normalerweise harmlose Erkältung kann in solchen Fällen schnell lebensbedrohlich werden.

Zur Prävention spielt für Betroffene die Hygiene eine tragende Rolle. Sie sollten regelmäßig ihre Hände waschen, sich nicht an Mund oder Nase fassen und Orte mit potenziell hoher Bakterien- oder Virenzahl meiden, zum Beispiel Autobahntoiletten.

Des Weiteren kann eine gesunde Ernährung mit einem hohen Vitamin-C-Anteil das Infektionsrisiko verringern und das geschwächte Immunsystem zumindest ein Stück weit stabilisieren. Die Ernährung während der Chemotherapie wird deshalb in der Regel mit dem Arzt abgesprochen.

 

Mehr Schübe im Winter bei Multipler Sklerose

Der Zusammenhang zwischen dem Klima und Multipler Sklerose ist bereits seit Längerem bekannt. Demnach ist das Risiko der Nervenerkrankung höher, je weiter weg ein Mensch vom Äquator wohnt. Vermutet wird, dass sich das UV-Licht als eine Art „Immunmodulator“ auswirkt. Passend dazu häufen sich auch die Schübe der Erkrankten zu Zeiten mit wenig Sonnenlicht.

Die meisten Schübe treten am Ende des Winters beziehungsweise zu Beginn des Frühjahrs und somit dann auf, wenn die UV-Strahlung am geringsten ist. Die wenigsten Schübe werden hingegen im frühen Herbst verzeichnet. Untersuchungen in verschiedenen Regionen der Welt zeigten, dass das Schubmaximum stets wenige Tag um das UV-Minimum liegt.

Aktuelle Forschungen prüfen zudem die Theorie, dass der Verlauf der Multiplen Sklerose mit dem Vitamin-D-Spiegel zusammenhängen könnte. Dementsprechend mag es nach ärztlicher Absprache sinnvoll sein, in den Wintermonaten zusätzlich Vitamin D einzunehmen oder bewusst in wärmere Regionen mit mehr Sonnenlicht auszuweichen.

Patienten mit COPD sollten sich bei Kälte nicht schonen

Wer unter der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD leidet, fürchtet im Winter häufig eine Verschlimmerung der Symptome. Dies führt dazu, dass sich die Patienten übertrieben schonen und Bewegung an der frischen Luft meiden. Genau das sollten sie allerdings nicht tun.

Stattdessen müssen sich gerade Menschen mit COPD im Winter möglichst viel an der Frischluft bewegen. Das hilft ihnen bei der Linderung ihrer Beschwerden und der Erhaltung ihrer Leistungsfähigkeit. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Betroffenen es mit dem Sport übertreiben dürfen. Zudem sollte stets der Notfallspray mit dabei sein.

Doch wer sich im Winter zu wenig bewegt, riskiert dadurch eine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes. Zu wenig Bewegung wirkt sich zudem negativ auf das Immunsystem aus und erhöht somit wiederum die Gefahr von Atemwegsinfektionen. Empfohlen wird für COPD-Patienten unter Umständen die Grippeimpfung. Auch das sollte allerdings, wie bei sämtlichen weiteren chronischen Erkrankungen, vorab mit dem Arzt besprochen werden.

Fazit

Es gibt eine ganze Reihe an akuten sowie chronischen Erkrankungen, welche vielen Menschen im Winter das Leben schwer machen. Durch einige simple Maßnahmen können die Symptome in vielen Fällen aber gelindert werden.

Es gilt zudem, das Immunsystem zu stärken und somit das psychische sowie physische Wohlbefinden in der kalten Jahreszeit zu verbessern oder Infektionskrankheiten präventiv zu verhindern. Wer jedoch unter starken oder dauerhaften Beschwerden leidet – welcher Art auch immer  – sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

 

 

Weitere Quellen:

Apotheken Umschau

impfen.de

heilpraxisnet.de

Migros Genossenschafts Bund

Ärztezeitung

Krebsinformationsdienst

copd-akutell.de

 

Bilder:

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